Vorurteile und Fehleinschätzungen
Viele Menschen haben eine feste Meinung über das Hobby „Segelfliegen“ und diejenigen, die es betreiben. Diese Meinung sieht manchmal so aus:
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Segelfliegen ist gefährlich
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Segelfliegen ist für den Normalsterblichen viel zu teuer
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Die meisten Hobbypiloten fliegen nur aus Prestigegründen
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Flieger sind leichtsinnige Draufgänger
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Segelfliegen ist reiner Männersport
Wie sieht es aber wirklich aus?
Segelfliegen ist gefährlich?
Natürlich ist in der Fliegerei (wie in fast jedem anderen Hobby auch) ein gewisses Risiko enthalten. Allerdings ist dieses Risiko sehr gering und hängt fast ausschließlich davon ab, wie verantwortungsbewusst oder aber wie undiszipliniert sich der einzelne Pilot verhält. Wie beim Autofahren, Bergsteigen oder Tauchen ist auch beim Segelfliegen jeder selbst für die Harmlosigkeit oder Gefährlichkeit seiner Tätigkeit verantwortlich, denn ein technisches Versagen des Fluggerätes ist extrem selten. Voraussetzung für ein gefahrloses Segelfliegen ist daher das Einhalten der bestehenden Vorschriften und das korrekte und disziplinierte Verhalten beim Flugbetrieb.
Segelfliegen ist für den Normalsterblichen viel zu teuer?
Die Kosten für das Ausüben der Sportart sind bei uns nicht höher als für viele andere Sportarten (Skifahren, Tennisspielen,…). Für die Ausbildung bis zum Segelflugschein sollte man bei uns mit 1500 Euro für Jugendliche rechnen, siehe unser Musterrechung (für Erwachsene etwas mehr). Das ganze ist inklusive Flug-, Unterrichts- und Prüfungsgebühren. Das hört sich im ersten Moment nach viel Geld an, aber es verteilt sich dieser Betrag normalerweise auf drei Jahre, so dass die monatlichen Ausgaben für die Fliegerei recht gering sind. Auch nach dem Erhalt des Luftfahrerscheins fallen bei uns, dank unserer Vielfliegerförderung ab dem 40. Start je Saison keine weitern Gebühren an. Erschwinglich ist Segelfliegen für jeden, nicht umsonst findet man in unserem Verein neben Berufstätigen sämtlicher Sparten auch Schüler und sogar – ja sogar Studenten!
Die meisten Hobbypiloten fliegen nur aus Prestigegründen?
Nun, Hobbypiloten, auf die diese Meinung zutrifft, gibt es sicher. Genauso, wie es solche Menschen unter den Bootsfahrern, Golfspielern, Schachspielern und jeder anderen Gruppierung gibt. Die überwiegende Mehrheit der Segelflieger betreibt ihr Hobby jedoch aus Begeisterung und Freude am Erlebnis des Fluges. Auf dem Flugplatz treten die Segelflieger auch gar nicht groß in Erscheinung, da sie entweder bei den Starts im Team helfen oder selbst in der Luft sind und meist erst gegen Abend wieder landen. Auch die Medien kümmern sich wenig um den Flugsport - schade eigentlich, denn gerade durch sie könnte dieses schöne Hobby vielen Menschen näher gebracht werden.
Flieger sind leichtsinnige Draufgänger?
Waghalsige Draufgänger eignen sich nicht für den Segelflugsport. Sie gefährden sich, ihre Kameraden und nicht zuletzt auch das kostspielige vereinseigene Fluggerät. Tendenzen zur Selbstüberschätzung werden vom Fluglehrer meist schon während der Ausbildung frühzeitig erkannt, und im äußersten Fall wird die Ausbildung abgebrochen, denn schließlich wollen alle ihre Freude an diesem Sport haben und auch wieder heil herunterkommen.
Segelfliegen ist ein Männersport?
Frauen im Flugsport sind zwar noch zahlenmäßig unterlegen, aber keine Seltenheit. Segelfliegen ist ein Sport für alle, und Frauen stehen auch beim Segelfliegen ihren männlichen Kollegen in nichts nach. Es gibt also keinen Grund für Frauen oder Mädchen, sich dieser angeblichen „Männerdomäne“ fernzuhalten!



